Tabaksteuer: Starkes Halbjahr

28. Juli 2025

Die Tabak Zeitung // Der Verkauf von Tabakwaren hat dem Fiskus im ersten Halbjahr deutlich mehr Geld in die Kassen gespült als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Laut aktueller Statistik nahm der Bund von Januar bis einschließlich Juni 7,232 Milliarden Euro ein (2024: 6,7 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 8,1 Prozent.

Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei Zigaretten aus: Hier kassierte der Staat mit 5,9 Milliarden Euro fast 8,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2024. Prozentual hoch fielen mit 64,3 Prozent auf 23,8 Millionen Euro die Steigerungen bei Wasserpfeifentabak – aufgrund der steuerlichen Änderungen – sowie mit 42,7 Prozent auf 163,9 Millionen Euro bei den sogenannten Tabakwarensubstituten aus.

Betreffend Heat-not-burn-Waren teilt das Statistische Bundesamt mit: „Zur Wahrung des Steuergeheimnisses können zum erhitzten Tabak keine Angaben gemacht werden.“

Starke Rückgänge verzeichneten laut der aktuellen Angaben die Kategorien Zigarre / Zigarillo (minus 42,7 Prozent auf 37,3 Millionen Euro) und Pfeifentabak (minus 57,9 Prozent auf 23,8 Millionen Euro).

Mit Blick auf den Netto-Bezug von Steuerzeichen als vorlaufendem Indikator könnte der Juli relativ durchwachsen ausfallen. Die Hersteller von Zigaretten legten sich im Juni 1,3 Prozent mehr Steuerzeichen in die Lager als im Vorjahreszeitraum. Bei Feinschnitt nahm die Menge um 8,8 Prozent ab. Auch bei den Tabakwarensubstituten, also in erster Linie Liquids für E-Zigaretten, gab es ein Minus von 3,2 Prozent. Der Bezug für Zigarre / Zigarillos legte marginal zu (0,4 Prozent), für Pfeifentabak ging er um 37,5 Prozent zurück. Für Wasserpfeifentabak können für 2024 keine Zahlen ausgewiesen werden; der Bezug von Steuerzeichen für eine absolute Menge von knapp 118.567 Kilogramm für Juni macht Hoffnung auf einen erfolgreichen Verkaufssommer.